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Universal Time, Zeitausgleich, Mittlere Ortszeit

Erst Ende des 19. Jh. wurde diese Übereinkunft von Sir Sandford Fleming (engl. Erfinder, Ingenieur und Kartograph) initiiert und der 0-te Längengrad als Ausgangszeitzone (Universal Time, UT) für die Normalzeiten definiert.
Nun machte es Sinn, die Sonnenuhren möglichst die Normalzeit anzeigen zu lassen, was gewisse Berechnungen in der Konstruktion der Uhr zur Folge hatte.

Auf Grund der Schiefe der Ekliptik, also der Schrägstellung der Erdachse gegenüber der Erdbahnebene, und der unterschiedlichen Geschwindigkeit der Erde um die Sonne wird in der Gnomonik der Begriff des Zeitausgleichs oder der Zeitgleichung (ZGL) verwendet, der für jeden Tag die Abweichung gegenüber einer fiktiven gemittelten Sonnenzeit angibt.

Für einen Ort betrachtet ist dies die Mittlere Ortszeit (MOZ): MOZ = WOZ - ZGL. Der Effekt der ZGL kann an dem früheren bzw. späteren Durchschreiten der Wahren Sonne durch den Meridian über das Jahr verfolgt werden.
Die ZGL variiert zwischen den Maximalwerten -16min im November (kurze Nachmittage, Sonnenuhr geht nach), und +14min im Februar (schnelle Tageslichtzunahme, Sonnenuhr geht vor).

Vier Mal im Jahr, wenn die ZGL = 0 ist, geht die Sonnenuhr richtig,
d.h., die Wahre Sonne entspricht der Mittleren Sonne.